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Sonntag, 30. August 2015

Sea-ttle

Ausgeruht am nächsten Tag geht es los - Seattle erkunden.
Da am Vorabend wegen akuter Müdigkeit das Abendessen ausfiel ging es nun dringend erst einmal um Nahrungsaufnahme. Frühstück!


Cappuccino mit Double Fudge Brownie und Zimtschnecke. Das Frosting, also die Glasur, ist schon sehr anders als wir es in Deutschland gewohnt sind.

Zu Fuß wird die Stadt erkundet. Da die Monorail und die Space Needle auf meiner Liste des Interessanten stehen werden diese Punkte von mir mit Freude erfüllt.




Natürlich gibt es in Seattle auch noch anderes interessantes zu sehen. Bauwerke und mehr:







Höhepunkt ist natürlich die Space Needle die Seattle überragt und immer wieder sichtbar wird:





Gleich nebenan ist das Pacific Sience Center. Monorail, Science Center und die Needle wurden für die Weltausstellung 1962 gebaut. Dafür ist eigentlich noch alles gut in Schluss.


Mir war es während meines Aufenthaltes in Seattle nicht vergönnt die Aussicht von der Space Needle aus zu genießen. Aber ich fand einen halbwegs interessanten Ersatz. Im Columbia Center das Sky View Observatory. Es ermöglicht einen sogar noch höheren Ausblick auf Seattle. Optisch ansprechender ist halt die Needle.




Den Rundumblick gibt es im 73. Stockwerk auf 274Meter. Dafür darf man dann mit dem Expressaufzug in den 40. Stock fahren und nach nur einmal umsteigen ist man schon direkt im 73. Stock. Runterwärts geht es genauso. Die Aufzüge sind schnell, da knackt es abwärts schon mal in den Ohren.

Auch der öffentliche Nahverkehr unterscheidet sich von gewohnten Dingen in Deutschland. Bei den Bussen darf man Fahrräder mitnehmen. Diese werden auf den Fahrradträger vor dem Bus aufbewahrt. Und die Stationen unter der Stadt werden von S-Bahn und Bussen gleichzeitig benutzt.





Ich hatte mich am Flughafen ja für die Orca Card entschieden. Das ist eine Guthabenkarte für den öffentlichen Nahverkehr in Seattle. Diese erleichtert insgesamt die Benutzung erheblich. Beim Einsteigen in S-Bahn oder Tram berührt man mit der Karte den Leser. Beim Aussteigen ebenfalls. Die entstehenden Benutzungsgebühren werden dann aktuell beim Verlassen von der Karte abgezogen. Eine kleine Hürde gibt es bei den Bussen. Hier muss man nur beim Einsteigen die Karte durchziehen. Es gibt hier nur eine pauschale Benutzungsgebühr. Mir hat das ein freundlicher dunkelhäutiger Securitymann am Paramount Theater erklärt. Die Station hatte ich erst einmal schon gar nicht gefunden, obwohl ich direkt davor stand. Ach ja, der nette Herr war mal in Bamberg stationiert. Er konnte sogar ein paar Wörter auf Deutsch. Dank U.S. Army trifft man immer wieder Einheimische mit Bezug zu Deutschland. Man ist uns freundlich gesinnt.

Zwischendurch ein weiteres Frühstück vom meinem Aufenthalt in der Stadt. Cappuccino mit Morning Glory Muffin. Gab es bei Seattle Coffee Works:



Eigentlich wollte ich ja auch das allererste Starbucks besuchen, doch jedesmal wenn ich dort auftauchte war dort eine endlose Warteschlange:



Da dieses jedoch gleich beim Pike Place Market oder dem Seattle Public Market Center liegt habe ich mich verständlicherweise auch hin und wieder dort aufgehalten.





Essen ist natürlich immer wieder schön. Bei der Three Girls Bakery habe ich mir das World famous Meatloaf Sandwich gegönnt. Das wurde im National Geographic und im Seattle Magazin als Top To Do in Seattle erwähnt. Jetzt kann ich sagen, es war gut, aber in Victoria in Kanada habe ich ein besseres Sandwich gefunden.

Natürlich hat Seattle eine Waterfront. Dort gibt es auch ein Riesenrad. Das The Seattle Great Wheel:




Und was man in Seattle unbedingt machen muss ist eine Stadtrundfahrt mit den Ride the Ducks. Das sind alte AmphibienLKW mit denen man Seattle zu Lande und zu Wasser erkundet. Man fährt durch die Downtown und durch Lake Union:







Auf der von mir gebuchten Tour war die Stimmung nicht ganz so ausgelassen wie auf den vorhergehenden. Um es mit den harten Worten unseres Tourguides zu sagen, wir waren für den Tag seine ersten Flatliners. Später hat er sich dann auch nicht mehr mit uns unterhalten, sondern mit Passanten auf der Straße. Gemerkt hat er das dann aber am Trinkgeld. Dieses fiel insgesamt auch nicht so üppig aus wie bei anderen Touren.

Natürlich achtet man in Seattle auch auf gesundes Essen:


Ich war trotz Orca Card sehr viel zu Fuß in Seattle unterwegs. Und wenn ich die anderen Passanten so überhole, dann denke ich das ich nicht der langsamste bin. An einem Tag, ich war grade mal wieder unterwegs zum Starbucks No.1, da überholt mich so ein junger Farbiger. Natürlich kratzt das an der Ehre. Ich also noch ein bisschen nachgelegt und wieder aufgeholt. An der nächsten roten Fußgängerampel steht er dann so da und macht mit der Hand eine Gaspedalbewegung. Dazu ein wrumm wrumm. Als es grün wurde ist er erst einmal davongezogen. Ich gleich dahinter und aufgeholt. Als ich dann an ihm vorbeizog machte ich eine Schaltungsbewegung mit der Hand und auch ein wruuuuummmmm.

Am letzten Abend in Seattle war ich dann nachts noch schnell vom Hotel aus beim McDonalds am Weltaustellungsgelände. So ein kleiner Fußmarsch am Abend macht schon Spaß. Auf dem Rückweg habe ich dann ein Liebespärchen überholt. Sie bemerkte deswegen etwas zu ihrem Freund. Da antwortet dieser, nach dem brauchen wir nicht nachlaufen, den habe ich diese Tage gesehen, der glaubt er ist ein Auto.
Tja, so kann es gehen. Man sieht sich halt doch immer zweimal im Leben.


Das war es aus Seattle, das nächste mal geht es schon in Richtung Kanada. Doch dazu mehr im nächsten Bericht.

Hooray! Love! Future!
SMD